16.10.2009
Der Studie zufolge nutzt nur jeder elfte Bundesbürger neue Medien wie Twitter und Blogs, um sich zu informieren. Die Mehrheit bringe ihr Wissen jedoch mithilfe von Fernsehnachrichten (80 Prozent), Internetnachrichten (70 Prozent) und Tageszeitungen (64 Prozent) auf den neuesten Stand, heißt es in einer Pressemitteilung.
Auch beim Thema Glaubwürdigkeit ergebe sich eine klare Verteilung zugunsten der klassischen Medien. Nahezu die Hälfte der Befragten vertraue bei den Fernsehnachrichten auf die Richtigkeit der Aussagen.
Den Tageszeitungen habe rund jeder Vierte Glaubwürdigkeit bescheinigt, bei den Internetnachrichten sei es jeder Neunte. Mit insgesamt lediglich 1,3 Prozent lägen Twitter und Blogs weit hinten, könnten sich aber dennoch vor den Boulevardzeitungen platzieren, deren Nachrichten nur 0,25 Prozent der Bundesbürger für wahrheitsgetreu halten.
Den Boulevard-Zeitungen trauten 60 Prozent der Befragten sogar zu, dass sie absichtlich reißerische Unwahrheiten verbreiteten. Auf den Rängen zwei und drei folgten in dieser Negativkategorie Twitter und Blogs mit jeweils rund 33 Prozent. Bei den Tageszeitungen sowie den Fernseh- und Internetnachrichten hält dieses nicht einmal jeder Zehnte für möglich.
Die neuen Medien sind den Studienautoren zufolge somit noch keine Konkurrenz für Fernsehnachrichten, Internetnachrichten und Tageszeitungen. Twitter und Blogs würden als wenig glaubwürdig gelten und von den Bundesbürgern kaum genutzt werden, um sich über aktuelle Geschehnisse zu informieren.