22.10.2009
Die Gesamtzahl entspreche einem Zuwachs von 33 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, heißt es in einer Pressemitteilung des Branchenverbands BITKOM. An der Spitze der Hitliste stehe "Spiegel Online" mit 977 Millionen Visits vor "Bild.de" mit 858 Millionen.
Das Wettrennen an der Spitze sei ein Beleg für den harten Konkurrenzkampf im Markt für Online-Nachrichtenportale, so Bitkom-Vizepräsident Achim Berg. Aktuell erreiche "Spiegel Online" einen Top-20-Marktanteil von 20,7 Prozent, "Bild.de" halte 18,2 Prozent.
Wachsenden Zuspruch verzeichneten aber auch die Online-Angebote anderer Zeitungsverlage: So habe "Sueddeutsche.de" mit einem Plus von 41 Prozent gegenüber Januar bis September 2008 die Besucherzahlen auf 195 Millionen hochschrauben können.
"Welt Online" sei im Vergleichszeitraum um zwölf Prozent gewachsen und liege knapp vor "Sueddeutsche.de" auf dem achten Rang.
Hohe Zuwachsraten meldeten auch die Ableger der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (faz.net) mit 158 Millionen Besuchen (+ 30 Prozent) sowie die Online-Angebote der beiden Wirtschaftszeitungen "handelsblatt.com" (+ 41 Prozent auf 88 Millionen Visits) und "ftd.de" (+ 41 Prozent auf 77 Millionen Visits).
"Die Zeitungsverlage können die Stärke ihrer Printtitel immer besser im Internet vermarkten", so Berg. Von den stetig wachsenden Nutzerzahlen der Internetangebote profitierten auch die Online-Werbeerlöse der Verlage. Zusätzlich könnten die Medienhäuser durch neue Geschäftsmodelle allmählich auch Verkaufserlöse für ihre Nachrichten im Internet erzielen.