09.11.2009
Gemeinsam mit der "Bill and Melinda Gates"-Stiftung planen das Weltinstitut der Sparkassen (WIS) und die Europäische Sparkassenvereinigung (ESV), zunächst in zehn verschiedenen Entwicklungsländern innerhalb weniger Jahre die Zahl der Sparkonten für die ärmsten Bevölkerungsschichten zu verdoppeln.
Wie die "Sparkassenzeitung" berichtet, sollen damit die wirtschaftliche Integration der Ärmsten der Armen und ihr Zugang zu Finanzdienstleistungen in diesen Ländern gefördert werden.
Insgesamt seien zehn Sparkasseninstitute für die Teilnahme an dem Projekt aus Burkina Faso, El Salvador, Indonesien, Kenia, Lesotho, Marokko, Südafrika, Tansania, Uganda und Vietnam ausgewählt worden. Alle entsprechenden Organisationen seien Mitglieder des WIS mit einer großen geografischen Reichweite innerhalb ihres Landes.
"Wir freuen uns darauf, mit unseren Mitgliedern zusammenzuarbeiten, um unsere bestehenden Dienstleistungen auf mehr Menschen in der ganzen Welt auszudehnen", so Chris De Noose, Geschäftsführer der Gemeinsamen Geschäftsstelle von ESV und WIS. Den Besitz von offiziellen Sparkonten für ärmere Menschen sicherzustellen, sei wichtig für die finanzielle Stabilität der jeweiligen Familien und das allgemeine Wohlergehen der Wirtschaft sowohl in entwickelten Ländern als auch in Entwicklungsländern.
Die von der Weltbank durchgeführte Forschung lege nahe, dass Mobilisierung der Ersparnisbildung Armen hilft, aus ihrer Armut herauszukommen: Indem kleine Geldsummen an einem sicheren Ort beiseite gelegt würden, könnten sich die Menschen vor Risiken wie Krankheit oder Missernte schützen, Vermögen aufbauen und für sich selbst und die nachfolgende Generation Zukunftsmöglichkeiten eröffnen.
Der Zugang zu Finanzdienstleistungen sei als eine Hauptvoraussetzung für das Durchbrechen des Teufelskreislaufs der Armut und für das Erzielen eines höheren Wirtschaftswachstums in den Entwicklungsländern erkannt, heißt es beim Sparkassenblatt.