16/Mrz/2010

Renditestarke Bildung

Mit 7,5 Prozent ist die jährliche Rendite für ein Studium deutlich höher als die durchschnittlichen langfristigen Kapitalmarktzinsen von rund 4 Prozent, hat das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) ermittelt.

Die Bildungsrendite ist der Prozentsatz, mit dem sich das während des Studiums entgangene Einkommen durch höhere Verdienste im späteren Berufsleben verzinst. Der Staat könne mit Reformen diese Verzinsung noch erhöhen - und von den höheren Steuer- und Abgabenzahlungen der Besserverdienenden profitieren, teilt das IW mit.

Sinke zum Beispiel die durchschnittliche Dauer einer Hochschulausbildung durch bessere Studienbedingungen von sechs auf fünf Jahre, klettere die Rendite von 7,5 Prozent auf 8,6 Prozent. Die öffentliche Hand nehme dadurch je Akademiker 11.700 Euro zusätzlich ein.

Weiterer Nebeneffekt einer solchen Reform: Das Studium amortisiere sich im Schnitt im Alter von 39 Jahren und damit vier Jahre früher.