20.10.2009
Der Erhebung zufolge liebten Hamburger CDs und Schuhe, während Baumarktartikel eher die Leidenschaft der Bayern seien, berichtet das Fachblatt "wuv".
Der durchschnittliche Hamburger gebe demnach fast das Doppelte für CDs und Videos aus (42 Euro) als der durchschnittliche Brandenburger (25 Euro). Auch Schuhe lägen den Bewohnern der norddeutschen Metropole deutlich näher: Sie gäben rund 20 Prozent mehr für Schuhe und Lederwaren aus als beispielsweise die Berliner.
Baumärkte hingegen ließen den durchschnittlichen Hanseaten kalt, so "wuv": 12 Prozent weniger als der Bundesdurchschnitt habe der Hamburger für dieses Sortiment übrig. Ganz anders der Bayer: Seine Begeisterung für Heimwerken und Garten schlage sich in einer überdurchschnittlichen Kaufkraft für Baumarktartikel nieder.
Auch innerhalb kleinerer Regionen hätten sich teilweise erhebliche Unterschiede ergeben. So verwendeten die Bewohner des Landkreises Harburg im Schnitt fast ein Fünftel mehr Geld auf Zeitungen und Zeitschriften als die nahen Hamburger.
Die GfK Einzelhandelskaufkraft 2009 schlüssele sich auf 17 Sortiments-Obergruppen auf. Einwohner, die über ein hohes Einkommen verfügten, gäben dabei nicht unbedingt mehr Geld im Einzelhandel aus als Einwohner mit einer geringeren Kaufkraft, so Simone Baecker-Neuchl, Leiterin der Abteilung Market Data & Research bei GfK GeoMarketing.
Ein überdurchschnittliches Einkommen könne auch in hohe Mieten, Immobilien oder Luxusgüter fließen. Die regionale Verteilung der Kaufkraft auf die Sortimente sei daher für den Einzelhandel ein wichtiges Mess- und Planungsinstrument.