14.12.2009
Immer lauter denken immer mehr Verlage derzeit über Bezahlmodelle für ihren Onlinecontent nach. Doch die internationale Studie "Internetnutzung" im Auftrag von "The Wall Street Journal Europe" legt nahe, dass die weitverbreitete Umsonstmentalität im Internet schwer zu umgehen sein dürfte – vor allem in Deutschland.
Der Studie zufolge sind nur neun Prozent der Deutschen bereit, für Web Content zu zahlen. 84 Prozent aller deutschen Surfer wollten weiterhin kostenlosen Zugang zu Webinhalten, berichtet das Fachblatt "wuv". Mit 47 Prozent überdurchschnittlich hoch sei auch der Anteil derer, deren Meinung zufolge Inhalte im Web komplett kosten- und werbefrei sein sollten.
Andere Nationen seien zahlungswilliger: 23 Prozent der Schweden, knapp 20 Prozent der Niederländer und Briten sowie 17 Prozent der Amerikaner wären bereit, für Informationen im Web zu bezahlen. Der internationale Durchschnitt liege bei 13 Prozent.
Noch unwilliger als die deutschen Surfer seien die Rumänen (vier Prozent), Polen (fünf Prozent) und Spanier (sechs Prozent). Insgesamt zeigten Blogger sowie Nutzer von E-Services, E-Finance und Onlineerotik eine höhere Akzeptanz für Bezahlinhalte.