03.12.2009
So lasse sich derzeit zum Preis von 2,99 Euro die Anwendung "Yps Urzeitkrebse" herunterladen, berichtet das Medienmagazin "dwdl.de". Dahinter verberge sich eine Art Tamagotchi mit einigen Spielereien. Die Urzeitkrebse beziehen sich auf ein legendäres sogenanntes "Gimmick", das der Zeitschrift immer wieder beilag und zahllose Kinder zu Züchtern kleiner wuseliger Wassertierchen machte. Diese Kinder von damals sollen ihre alten Weggefährten heute aufs Handy laden.
"Kuriotainment" nennt der Verlag diese Unterhaltungsform. Neben den Urzeitkrebsen seien vorerst zwei weitere "Yps"-Apps geplant. Am 19. Dezember erscheine die "Yps"-Fingerfalle, am 19. Januar werde es einen "Yps"-Lügendetektor zum Download geben.
Um dafür zu werben, starte der Verlag unter anderem verschiedene Social-Media-Aktivitäten. So sei "Yps" im Netz mit einem Blog und einem Twitter-Nachrichtendienst vertreten sowie über Facebook erreichbar. Im kommenden Jahr sollen weitere Apps erscheinen.
"Yps" sei eine starke Marke mit einer treuen Fangemeinde, so Geschäftsführer Dennis Kilian. "Selbst wenn das 'Yps'-Konzept in der ehemaligen Form derzeit keine Chance hat, vom Markt in wirtschaftlich sinnvollen Größenordnungen akzeptiert zu werden, hieß das nie, dass das Thema 'Yps' völlig vom Tisch wäre".
Übrigens: Urzeitkrebse, die eigentlich "Artemia nyos" heißen, zählen zu den Salinenkrebsen, wurden vom New Yorker Harold von Braunhut gezüchtet und 1960 erstmals unter dem Warenzeichen "Sea-Monkey" vertrieben, heißt es bei "Wikipedia". Von wegen "Urzeit"!
Die Zuchtlinie selbst sei kommerziell verfügbar und werde für Forschungszwecke, als Tierfutter und zu Freizeit- und Lehrzwecken verwendet. Sea-Monkeys seien bereits in den 70er Jahren regelmäßig via Kleinanzeigen als "Phantastische Unterwassermännlein" in Comics aufgetaucht.