26.01.2010

Interne Werte

In jedem dritten deutschen Unternehmen  könnten sich Mitarbeiter nicht mit wachsenden Umsatzzielen identifizieren, heißt es in einer Pressemitteilung. So träfen Vorgaben wie verbesserte Marktdurchdringung oder erhöhte Kundenzufriedenheit auf Unverständnis.

Das sei gerade in wirtschaftlich angespannten Phasen kontraproduktiv für das Unternehmenswachstum. Häufige Ursache: mangelnde Transparenz und Kommunikation.

Lediglich in jeder fünften Firma  würden die Mitarbeiter die wichtigsten finanziellen Ergebnisziele kennen und sie verstehen. Zudem vernachlässigten viele Führungskräfte ihre Vorbildfunktion: Nur 24 Prozent der Manager achteten darauf, die Ziele zur Unternehmenswertsteigerung vorzuleben und aktiv von ihren Mitarbeitern einzufordern.

Zu selten würden Mitarbeiter aktiv bei der strategischen Ausrichtung des Unternehmens eingebunden. Die Ziele zur Steigerung des Unternehmenswertes spiegelten deshalb häufig die Vorstellungen des Managements, nicht aber der gesamten Firma wider. 27 Prozent der Befragten seien sie sogar unbekannt. Zu abstrakt formuliert, böten sie für Mitarbeiter keine Orientierung.

"Dementsprechend fällt es Mitarbeitern schwer, sich mit den Unternehmenszielen zu identifizieren, Umsatzvorgaben zu erfüllen und sich im Sinne des Unternehmenswertes zu engagieren", so Marcus Winterfeldt von Steria Mummert Consulting. Dabei sei die Unterstützung durch die Mitarbeiter der entscheidende Stellhebel für nachhaltigen Unternehmenserfolg.

Um Mitarbeiter aktiv in die Zielsetzungen einzubinden und sie dafür zu gewinnen, empfehle es sich beispielsweise, Maßnahmen und Vorgaben in Workshops, Diskussionsforen oder Arbeitsgruppen gemeinsam zu entwickeln. Transparenz und Konsistenz in der Kommunikation des Managements unterstützten diese Prozesse.