07.12.2009

Impulse für den Klimaschutz

Neue Studien deuten darauf hin, dass die bisherige klimaökonomischen Modelle und Strategien eher als müßig bis gefährlich einzustufen seien, schreibt die "Financial Times Deutschland" (FTD). Was die Welt dringend nötig habe, sei eine große Investitionsoffensive. Es gehe darum, die technologischen Voraussetzungen für eine Klimaschutzrevolution zu schaffen.

So weise der Harvard-Ökonom Philippe Aghion darauf hin, dass bisher eher das Bemühen gefördert werde, schmutzige (alte) Technologien sauberer zu machen als in die Entwicklung neuer, CO2-freier Technologien zu investieren.

Grundsätzlich gebe es beim Umweltschutz ein Problem struktureller Natur, so die FTD. Weil er allen zugute komme, sei das Interesse Einzelner gering, allein für die Investitionen aufzukommen. Mit gängigen Marktmechanismen sei das kaum lösbar. Stattdessen benötige man einen öffentlichen Schub zugunsten grüner Innovationen, und zwar über Ausgaben- und Förderprogramme.

Dies könne das Wachstum zwar kurzfristig etwas dämpfen, weil das Geld an neue Unternehmen gehe, die sich wirtschaftlich erst entwickeln müssten. Dafür würde die Chance steigen, dass neue grüne Technologien überhaupt erst entstünden. Ansonsten laufe man Gefahr, bei viel zu kleinen Klimaschutzkorrekturen zu stagnieren. Es wäre gut, den Strategiewechsel schon in Kopenhagen zu starten und viel mehr Geld freizugeben, heißt es in der FTD.