30/Okt/2009

Ende des freien Falls

Erste Anzeichen eines Wirtschaftsaufschwungs zeigen sich in Mittel- und Osteuropa (CEE), teilt Roland Berger Strategy Consultants nach einer Befragung von Führungskräften mit.

Die Börsenkurse hätten sich größtenteils erholt, die nationalen Währungen stabilisiert. Zudem fielen die Prognosen für 2010 leicht positiv aus. Allerdings rechneten die CEE-Manager mehrheitlich erst wieder Ende 2010 mit einem nachhaltigen Wirtschaftswachstum.

Vor allem in Südosteuropa bleibe die Stimmung weiter trist. Nach wie vor machten Auftragsrückgänge und eine gesunkene Zahlungsmoral den Unternehmen zu schaffen. Hinzugekommen seien im letzten Halbjahr fallende Preise.

"Unsere Umfrageergebnisse zeigen den berühmten Silberstreif am Horizont", so Studienautor Rupert Petry von Roland Berger. Beispielsweise habe sich die Zahl der Pessimisten von 63 Prozent im März auf nunmehr 36 Prozent halbiert.

Der freie Fall scheint laut Petry zwar gestoppt, doch eine rasche Erholung sei nicht in Sicht. So meinten zwei Drittel der Befragten, dass die Krise noch mindestens zwölf Monate andauern werde.