21/Dez/2009

Eine Kröte namens Globish

Englisch galt lange als unumstrittene Weltwirtschaftssprache. Linguisten bezweifeln das mittlerweile – und identifizieren als Nachfolger von Esperanto "Globish", eine Art abgespecktes, farbloses Gebrauchsenglisch.

So meint der Linguist David Crystal, dass die Weltsprache nicht Englisch, sondern schlechtes Englisch sei. Gutes Englisch schade dem Geschäft, denn die globale Kommunikation sei in der Praxis oft nur dann Erfolg versprechend, wenn sie sich auf dem kleinsten gemeinsamen Sprachnenner abspiele, fasst das Wirtschaftsmagazin "brandeins" zusammen.

Besser sprechende Businesspartner sollten dementsprechend ihr Englisch "auf das Notwendigste eindampfen" und sich lieber "mit den Kunden auf Augenhöhe" verständigen.

"brandeins" nennt diesen Globalsprech, der sich anhöre wie Englisch, bei dem aber jeder Akzent erlaubt sei, und der mit 1.500 Vokabeln auskomme, "Globish". Dieses Basisenglisch ergänze man durch Gesten, Illustrationen und Präsentationen.

"Englischkönner müssen die Kröte schlucken", schreibt "brandeins" weiter. Globish verzichte auf alles, was der Sprache Farbe verleihe. Und so müssten selbst Engländer heute Globish lernen.