09.04.2010

Die emotionale Klammer

Nicht etwa ARD, RTL und ProSieben, sondern Konsumentenmarken wie BMW oder McDonald’s könnten neben B-to-B-Unternehmen aller Art und Größe mit Bewegtbild künftig Aufsehen erregen.

So sieht das zumindest Markus Elsen von der Münchener Agentur Grasundsterne. In einem Gastbeitrag auf der Branchenplattform "cpwissen" prognostiziert der Werber, dass das TV-Programm künftig aus dem Internet kommen werde.

Die Konsequenzen seien weitreichend: Nicht etwa ARD, RTL und ProSieben könnten künftig mehr Aufsehen erregen, sondern Anbieter, die mit spannenden audiovisuellen Angeboten vom Vodcast bis zum Vollprogramm neue Wege in der Kommunikation gehen.

Neue Dimension

Ob Markenbindung, Produkt-, Change-Kommunikation oder Wissensmanagement: Mit Web-TV erhalte das Corporate Publishing eine neue, zusätzliche Dimension. Im Rahmen einer integrierten Kommunikation, die Print, Online, Event und Mobile miteinander synchronisiere, sei Bewegtbild die emotionale Klammer. 

Web-TV werde schon bald Kabel, Satellit und DVB-T als Übertragungskanal ablösen. Die Fernsehgeräte der nächsten Generation sollen TV-Programm und Internet vereinen.

Exzellenz statt Opportunismus

Speziell im Corporate Publishing ergäben sich hervorragende Perspektiven – sofern es eine klare strategische Zielsetzung gebe, echten Mehrwert in Form von Service, Information oder Entertainment sowie eine deutliche Differenzierung vom Wettbewerb.

Ebenso wichtig seien Kontinuität, der Aufbau einer Video-/TV-Marke, Formattreue und ein angemessener Aktualisierungsrhythmus. Bei der Umsetzung zähle Exzellenz statt Opportunismus, so Elsen.