24.06.2010

Der Vuvuzela-Choral

Merkwürdigerweise seien die Reaktionen auf die südafrikanische Vuvuzela, deren durchdringender Sound diesen Sommer bestimmt, gemeinhin eher ablehnender Natur, so "Zeit online". Dabei sei auch die Vuvuzela, wie die Geige, ein eitles Instrument und wolle geübt werden, bevor sie einen schönen Ton mache. Die korrekte "Anblastechnik" vermitteln jetzt Mitglieder des Berliner Konzerthauses.

Eine recht kurze Obertonreihe mit großen Tonabständen in den Tiefen, dazu seine Lippen und Lunge – mehr habe der Spieler nicht. Das reiche aber völlig aus, und schon die Komponisten der Romantik wie Brahms oder Ravel hätten große Soli für Vuvuzela erdacht - bisher auf gewöhnlichen Blechblasinstrumenten dargeboten. Nun sei es an der Zeit, diesen historischen Irrtum zu beheben.

Ein paar Tage zum Üben hat Deutschland ja noch. Vielleicht klappt es dann schon zum England-Spiel mit "Einigkeit und Recht und Freiheit" auf der Naturtrompete. Hier die Techniktipps der Profis.