Diese Ansprüche betreffen sowohl das physische Arbeitsumfeld als auch die flexible Gestaltung der Arbeitszeit. Das hat die aktuelle internationale Studie "Oxygenz: Generation Y and the Workplace" von Johnson Controls Global WorkPlace Solutions ergeben.
Aus Sicht der Generation Y setze sich die Formel für Kreativität und Produktivität aus dem Verhältnis zu Kollegen, Arbeitsplatzumgebung und Atmosphäre sowie Zugriff auf modernste Technologien zusammen, heißt es in einer Pressemitteilung.
Vor allem unter den deutschen Studienteilnehmern (85 Prozent) werde großer Wert auf einen eigenen, persönlich gestaltbaren Arbeitsplatz gelegt. Diesen Anspruch hätten nur 55 Prozent der chinesischen oder 64 Prozent der englischen Umfrageteilnehmer.
Ganze 8 Prozent der deutschen Teilnehmer wären bereit, ihren Schreibtisch beispielsweise für die Nutzung an unterschiedlichen Tagen zu teilen. 60 Prozent gaben an, sich erst in Räumen ab 12-16 Quadratmetern pro Arbeitsplatz wohl zu fühlen (internationaler Durchschnitt: 8-12 Quadratmeter).
Trotz des Anspruchs an den eigenen festen Arbeitsplatz im Büro würden 76 Prozent der deutschen Nachwuchskräfte flexible Arbeitszeiten dem traditionellen Nine-to-Five-Arbeitszeitmodell vorziehen. Diese Angabe decke sich mit dem Wunsch von 73 Prozent der Befragten, viel mobil zu arbeiten.
Deutsche Nachwuchskräfte legten auch vergleichsweise großen Wert auf finanzielle Vergütung: Während im weltweiten Durchschnitt die obersten Kriterien bei der Auswahl des Arbeitgebers die Lernmöglichkeiten und künftige Kollegen seien, stünde für die deutschen "Generation Ys" das Gehalt an oberster Stelle, gefolgt von künftigen Kollegen und Bedeutung der Aufgaben. Die Lernmöglichkeiten tauchten erst an sechster Stelle auf.
Den Studienautoren zufolge können sich die künftigen High Potentials ihre Ansprüche wohl auch leisten, denn qualifizierter Nachwuchs werde zunehmend zu einer knappen Ressource: "Während jetzt noch viele von ihnen nach einem Arbeitsplatz suchen, wird sich in Deutschland das Blatt schon bald aus rein demografischen Gründen zugunsten der Generation Y wenden", so Stefan Wolter, Geschäftsführer von Johnson Controls Global WorkPlace Solutions in Deutschland.