11.12.2009
Die Hamburger "Empirische Gesellschaftsforschung" hat sich im Auftrag des MDR mit den überlebenden Marken der ehemaligen DDR beschäftigt und nachgefragt, warum gerade Rotkäppchen, Vita Cola und Co. überlebt haben.
Etwa 80 Prozent der Manager hätten demnach "Bekanntheit und Vertrauen aus der Vorwendezeit" als Grund dafür genannt. Für jeden siebten Manager sei dieser Faktor sogar der einzig ausschlaggebende Grund. Etwa 55 Prozent hielten die "Qualität" der Produkte für mitentscheidend, der Faktor "Innovation" folgte mit 30 Prozent.
Verwiesen wird in diesem Zusammenhang auch auf eine Verbraucheranalyse vom Oktober, wonach die alten DDR-Marken besonders in den neuen Bundesländern erfolgreich sind.
So sei "Rotkäppchen" mit 17 Prozent die bundesweit am häufigsten konsumierte Sekt-Marke. Im Osten liege ihr Marktanteil heute sogar bei knapp 50 Prozent, im Westen dagegen nur bei etwa zehn Prozent. Ähnliche Verteilungen gebe es beim Waschmittel "Spee", bei "Vita-Cola" und der "Florena"-Handcreme.
Beim MDR ist zu diesem Thema ein Onlinevideo abrufbar.